Spaghetti mit Steckrüben-Bolognese
Die Steckrüben großzügig schälen und fein würfeln. Den Lauch in dünne Ringe schneiden und die Knoblauchzehen klein hacken.
Das Hackfleisch in Öl anbraten bis es krümelig ist. Lauch, Knoblauch und das Tomatenmark dazu geben und anschwitzen. Die Steckrübenwürfel und die Kräuter zufügen, salzen, pfeffern und kurz schmoren. Dann mit der Gemüsebrühe und den Tomaten aufgießen und zugedeckt für ca. 15 Min. köcheln lassen. Am Ende noch mal mit den Salz, Pfeffer und Paprika abschmecken.
Parallel dazu die Spaghetti nach Verpackungsanleitung garen.
Wissenswertes über Steckrüben
Botanische und sensorische Merkmale
Obwohl ungeliebt hat sie die Menschen doch zu einer Vielfalt an Namensgebungen inspiriert: von Kohl-, Erd-, Boden und Schmalzrübe über Ruke, Wruke oder Wrugge bis hin zu Dorsche, Schwedische Rübe und gelbe Rübe. Der botanische Name der Steckrübe ist „Brassica napus subsp. Rapifera“ und sie gehört zur der Familie der Kreuzblütengewächse (bot.: Brassicaceae). Sie ist unter anderem mit verschiedenen Kohlarten verwandt und eine Unterart des Rapses.
Die runden und dicken Wurzelknollen wachsen unterirdisch und werden etwa 1,5 kg schwer. Je nach Sorte kann die Farbe der Schale variieren, von grünlich, gelblich über rötlich, rotbraun bis zu violetten Tönen. Das Fleisch ist weißlich bis gelb. Die weißfleischigen Sorten werden eher als Viehfutter verwendet, während die gelblichen Sorten als Gemüse dienen.
Sie haben ein leicht nussiges, herb-süßes Aroma. Geschmacklich erinnern sie an Kohl, Kohlrabi oder Möhren.
Gesund von Knolle bis Blatt
Aufgrund ihres hohen Wassergehaltes sind Steckrüben sehr kalorienarm (35 kcal/100g). Kohlenhydrate liegen als leicht verdaulicher Trauben- und Fruchtzucker vor und sorgen für einen angenehmen süßlichen Geschmack. Die typisch kohlartig-herbe Note ist durch schwefelhaltige ätherische Öle bedingt. Das reichlich enthaltene Kalium wirkt entwässernd. Die leicht gelbliche Farbe des Fleisches weist auf den Carotinoid-Gehalt hin. Zusammen mit Vitamin C stärken die Carotinoide das Immunsystem und wirken antioxidativ. Eine Vielzahl weiterer Mineralstoffe und Vitamine machen Steckrüben zu einem wertvollen Nährstofflieferanten in den Wintermonaten.
Hinweise für Einkauf und Lagerung
Aus heimischer Ernte sind Steckrüben etwa von September bis Mai verfügbar. Man kann sie allerdings nicht in jedem Supermarkt bekommen. Fündig wird man aber in der Regel im Bioladen oder –Supermarkt, auf dem Wochenmarkt und im Gemüsefachhandel. Wenn man die Wahl hat sollte man die kleineren Knollen bevorzugen. Je großer die Steckrüben sind, desto eher haben sie holzige Stellen.
Trocken, kühl und dunkel gelagert, beispielsweise im Keller, halten sie sich mehrere Monate. Dazu sollten die Blätter aber zuvor entfernt werden, damit sie der Wurzelknolle nicht ihre Feuchtigkeit und Nährstoffe entziehen. Geschält und in Stücke geschnitten können Steckrüben auch eingefroren werden. Sie sind nach dem Auftauen jedoch etwas weicher und eignen sich am besten für Pürees oder Eintöpfe.
Zubereitungstipps
Die Zubereitung von Steckrüben ist sehr einfach. Man braucht sie nur großzügig schälen und kann sie dann in die gewünschten Stücke, Stifte oder Scheiben schneiden und kochen, braten, dünsten, frittieren oder was einem sonst noch einfällt. In der Regel reichen 10-20 Minuten Garzeit, wenn sie noch etwas Biss behalten sollen.
Ein Genuss in vielen Variationen
Steckrüben eigenen sich „solo“ oder in Kombination etwa mit Kohlrabi, Kartoffeln und Möhren als Beilage zu deftigen Fleischgerichten, aber auch als vegetarisches Hauptgericht. Als Püree, in Suppen und Eintöpfen, in der Pfanne gebraten, im Ofen gebacken oder wie Pommes frittiert, machen sie ebenfalls eine gute Figur. Hervorragend mit Steckrüben harmonieren neben klassischen Gewürzen und Kräutern wie Pfeffer, Kümmel, Muskat, Petersilie, Schnittlauch und Kerbel auch die exotischere Aromen von Curry, Kreuzkümmel, Safran und Koriander.
Quelle: www.lebensmittellexikon.de, http://lexikon.huettenhilfe.de/, www.stern.de
