Sellerie-Knäuel mit Rote-Bete-Basilikum-Soße

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Den Knollensellerie putzen, dünn schälen, dann grob raffeln.
In einer großen Pfanne in 2 EL Fett 1-2 Minuten heiß anschwitzen.
Eine Prise Salz drüberstreuen und mit Apfelsaft ablöschen, zudecken und noch 5 Minuten sachte dünsten.

Zum Abkühlen in eine Schüssel geben. Die Sonnenblumenkerne in einer heißen trockenen Pfanne ohne Fett  kurz rösten und auf einen Teller schütten. Die Eier mit dem Semmelmehl und etwas Salz und Pfeffer verquirlen, mit dem Sellerie und den gerösteten Sonnenblumenkernen mischen. Mit nassen Händen Laibchen formen, etwas flachdrücken und in 2 EL Butterschmalz von beiden Seiten knusprig braten.

 

Rote Bete-Basilikum-Soße

Zwiebel würfeln, in 1 EL Fett anschwitzen und mit 1/8 l Weiß- oder Rotwein ablöschen. Dann etwas einkochen lassen.
Die Sahne angießen und so lange leicht köcheln lassen, bis die Soße etwas cremig ist (ca. 10 Minuten).
50 g Rote Bete (roh) fein raffeln, in die Soße geben und alles mit dem Schneidstab pürieren. Nun 12 frische gehackte Basilikumblättchen dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

 

Variation: Man kann diese Soße auch mit Anis, Fenchel oder Meerrettich abschmecken.

Aus: Gemüse zu allen Jahreszeiten – Der kleine Küchengeist empfiehlt; Anna K. Teggemann, 2002, ISBN 3-00-001788-7

Gutes Lagergemüse

Sellerie und insbesondere der Knollensellerie lässt sich hervorragend und über eine lange Zeit lagern. Er muss vor dem ersten Frost im Herbst geerntet sein, dann werden Blätter und Wurzeln entfernt. Ungewaschen kommen die Knollen dann in Kühlräume, wo sie sich bei einer hohen Luftfeuchtigkeit von 90 Prozent monatelang halten. Im Privathaushalt ist Knollensellerie im Gemüsefach des Kühlschranks ein bis zwei Wochen haltbar. Die große Knolle kann deshalb auch in mehreren Portionen verbraucht werden. Sie wird unter fließendem Wasser gründlich abgebürstet; anschließend geschält und zerkleinert - je nach Rezept in Scheiben, Streifen oder Würfel. Das Beträufeln mit Zitronensaft verhindert eine Braunfärbung. Neuere Sorten sind weiß bleibend. Leider kann man sich beim Knollensellerie aufgrund des Äußeren kein Urteil von der Frische machen. Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass er keine matschigen und braun gefärbten Stellen hat. Innen sollte er weiß sein und das Fleisch fest bis schwammig.

Allrounder in der Küche

Sellerie wird in seiner Viel­fäl­tig­keit zumeist unter­schätzt. Als der geschmack­lich domi­nan­teste Teil des Suppen­gemüses kennt ihn jeder und in einer guten Suppe ist er unver­zicht­bar. Aber die run­zelige Knolle hat noch einiges mehr drauf: Man kann sie in einem pikan­ten Salat als Roh­kost verar­beiten, dann ist sie am gesün­desten.
Roher Sel­lerie eignet sich vorzüglich zur Kombi­nation mit Äpfeln, Nüs­sen, Möhren oder Blumen­kohl. Roh gerie­benen ist er immer sofort mit Zitro­nen­saft zu vermischen bzw. direkt in die vorbe­reitete Mari­nade zu geben, um Verfär­bungen zu ver­meiden. Köstlich schmecken auch gebra­tene Sellerie­scheiben. Als Schnitzel mit einer Panade aus Semmel­bröseln oder Nüssen ist er eine leckere Alter­native zu Fleisch.

Zutaten

- braucht etwas Zeit -

für vier Personen:

500 g Knollensellerie

einen Schuß Apfelsaft

3 - 4 Eier

4 EL Semmelmehl

5 EL Öl oder Butter

3 EL Sonnenblumenkerne

1 Zwiebel

50 g Rote Bete

Zutaten für Sellerieknäuel mit Rote-Bete-Basilikum-soße
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Knollen- und Stangensellerie

Knollen- oder Wurzelsellerie, von dem die kugelige Rübe verwendet wird, ist zu unterscheiden von Bleich-, Stangen- oder Stauden­sellerie, von dem in erster Linie die flei­schigen Blatt­stiele zube­reitet werden. Trotz der ganz unter­schied­lichen Erschei­nungs­form sind die Wurzel­knollen und die langen, feinen Stangen auf den gleichen Ursprung zurück­zuführen und damit engste Verwandte. Sie stammen aus der bota­nischen Familie der Dolden­ge­wächse - wie die Möhre. Beim Knollen­sellerie wurde bei der Züchtung mehr Wert auf die Aus­bildung der Wurzel gelegt.
Der Knollensellerie ist bei uns ein traditions­reiches Gemüse ist, das in keiner klassischen Gemüsesuppe fehlt.

Gesundes Knollengemüse
Sellerie ist extrem gesund. Den hohen ernährungs­physio­logischen Wert ver­dankt das Gemüse dem Gehalt an äthe­rischen Ölen, die auch für den typ­ischen, würz­igen Geruch und Geschmack verant­wortlich sind. Dieses äthe­rische Sellerie-Öl hat im Körper eine blut­druck­senkende Wir­kung und ist deshalb seit über 2000 Jahren in unter­schied­lichen Kul­turen als Heil­mittel beliebt. Im Sel­lerie­öl stecken auch so genannte Terpene, die im Mund- und Rachen­be­reich, aber auch im Magen schäd­liche Pilze und Bak­terien hemmen. Hervor­zuheben ist neben den vielen wert­vollen Mineral­stoffen wie Eisen und Calcium sowie vielen Vita­minen der hohe Gehalt an Bal­last­stoffen. Der ist mit 4 g pro 100 g nicht uner­heblich. Sel­lerie regt auch den Kreis­lauf, den Stoff­wechsel und die Säure­bildung im Magen an und dank des hohen Kalium­gehalts fördert er die Ent­wäs­serung und wirkt all­gemein bele­bend. Mit Sellerie tut man sich also in jedem Fall etwas Gutes.

Quelle: wdr.de vom 7. Nov. 2005