Rhabarbertorte mit Cremehaube

Foto: W. Koppe
  • Die Teigzutaten mit den Händen rasch zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig kurz kühl stellen. Dann 2/3 des Teiges ausrollen und auf den Boden einer gefetteten Springform legen. Den Rest zur Rolle formen und daraus einen Rand bilden. Bei 200°C (E-Herd ohne Umluft) zunächst 20-25 Minuten backen.
  • Für die Füllung: Rhabarber waschen und in 3 cm lange Stücke schneiden. Mit 200 g Zucker mischen und auf dem Mürbeteigboden verteilen. Weitere 20 Minuten backen bis der Rhabarber gar ist. Den Kuchen abkühlen lassen
  • Für die Cremehaube aus Milch, Puddingpulver und Zucker einen Pudding kochen. Die Gelatine 4 Minuten in kaltem Wasser eiweichen, gut ausdrücken und unter den heißen Pudding ziehen. Die Masse unter häufigem Rühren erkalten lassen, dann die steifgeschlagene Sahne unterziehen. Die Creme auf den erkalteten Kuchen gebenund im Kühlschrank erstarren lassen. Vor dem Servieren nach Belieben mit Krokantstreuseln bestreuen.

Wissenswertes über Rhabarber

Foto: M. Wildung


Rhabarber enthält vor­wiegend
in den Blättern Oxalsäure, deren Gehalt in den Stengeln als unbe­denklich gilt. Erst ab Mitte bis Ende Juni steigt der Oxal­gehalt über ein gesundes Mittel­maß und verhindert die Verzehr­barkeit. Um die Oxalsäure im Rhabar­ber zu reduzieren, sollte der Rhabar­ber immer gekocht oder blanchiert werden. Das Wasser sollte anschließend wegge­gossen werden. Frisch gepresster Rhabar­bersaft ist auch stets zu erhitzen. Bei einer großen Rhabar­bermenge sollte man die Stiele schälen, da die Haut neben den Blättern am meisten Oxal­säure enthält. Bei dicken Stielen und fester Haut und bei nicht mehr ganz frischem Rhabar­ber, ist es auch von Vorteil den Rhabarber zu schälen.

Beim Verarbeiten von Rhabarber dürfen keine Metallgefässe und auch keine Alufolie verwendet werden. Die Säuren verbinden sich leicht mit Metallen und es können giftige Stoffe entstehen, sowie durch die Verbindung mit Metall Geschmacksveränderungen auftreten. Soll Rhabarber einige Tage gelagert werden, wird er geputzt, eventuell geschält und in ein feuchtes Tuch eingeschlagen und in den Kühlschrank gelegt; dann hält er sich etwa 4 Tage, er darf aber nicht luftdicht abgedeckt sein. Im Tiefkühler kann der kleingeschnittenen Rhabarber problemlos 6 Monate gelagert werden.

Zutaten

Zutaten für eine Springform:

Mürbeteig:

250 g Mehl

1/2 Tl Backpulver

1 Prise Salz

100 g Zucker

1 Ei

125 g kalte Butter

Füllung und Cremehaube:

750 g Rhabarber

200 g Zucker

1/2 l Milch

200 ml Sahne

1 Päckchen Vanillepuddingpulver

50 g Zucker

4 Blatt weiße Gelatine

Krokantstreusel nach Belieben

Der Rhabarber ist reif

Schon vor 3.000 Jahren wussten die Chinesen die Kräfte des Rha­barbers zu nutzen. Aus den Wurzeln des Steppen­ge­wächses produ­zierten sie eine Medizin, die eine verdau­ungs­fördernde Wirkung hatte. Die Stängel des Gemüses blieben anfangs unge­nutzt.
Erst im 16. Jahrhundert kam der Rha­barber nach Europa. Sein botanischer Name erinnert - aus Sicht der damaligen Zeit - an seine Herkunft: "Rheum rhabar­barum", frei übersetzt "Wurzel der Barabaren". Zuerst wurde er in Eng­land, Frank­reich und den Nieder­landen angebaut. Seit Mitte des 19. Jahr­hun­derts sprießen die Stangen auch bei uns.

Der Vitamingehalt beim Rha­barber ist zwar eher durch­schnittlich, der Anteil an Vitamin C aber nennens­wert. (10-29 mg Vitamin C im rohem Rha­barber, damit kann beinahe ein Drittel des Tages­bedar­fes gedeckt werden). Bei den Mineral­stoffen domi­nieren Kalium und Kalzium. Er enthält z.B. 80 mg Kalzium auf 100 g, dem wichtigen Knochen­bildner. Der Kalium­reichtum wirkt entwäs­sernd und sorgt für einen opti­malen Nähr­stoff­transfer vom Blut in die Körper­zellen. Daneben enthält der Stiel Zitronen- und Apfel­säure, Gerb­stoffe, Bitter­stoffe und das darm­freund­liche Pektin, einen wichtigen Ballast­stoff. Da der Rhabarber wegen seiner "Antra­chinone " mild abführend wirkt, ist er bestens für eine Ent­schlackungs­kur im Früh­jahr zu empfehlen. Allgemein ist der Rhabarber appetit­anregend und verdauungs­fördernd.