Möhrenpuffer

Möhren, Kartoffeln und Zwiebeln schälen und anschließend reiben. Eier und Mehl unterrühren und abschließend mit Salz und Pfeffer würzen.

In einer beschichteten Pfanne wenig Öl erhitzen.

Für jeden Pfannkuchen jeweils 1 EL der Mischung in die Pfanne geben, rund ausstreichen und von beiden Seiten goldbraun braten.

Zu den Möhrenpuffern passt sehr gut Kräuterquark.

 

Wissenswertes über Möhren

Botanische und sensorische Merkmale

Die heute als Kulturpflanze angebaute Möhre ist vermutlich eine Kreuzung aus der in Europa und Asien beheimateten Wildpflanze mit der im Mittelmeergebiet anzutreffenden Riesenmöhre (Daucus maximus). Durch Züchtung sind viele verschiedene Sorten entstanden, die sich in Form, Größe und Farbe, aber auch hinsichtlich ihres Reifezeitpunkts und der Inhaltsstoffe unterscheiden. Es gibt lange spitze über mittellange walzenförmige bis zu kurzen runden Rüben. Das Farbspektrum umfasst nicht nur die weit verbreiteten Orangetöne, sondern auch weiße, gelbliche, rote oder tief violette Schattierungen. Der süßlich-nussige Geschmack der Möhren wird wesentlich durch den Zuckergehalt beeinflusst. Je höher dieser ist, desto intensiver ist auch das Aroma. Grob unterteilen kann man Möhren zudem in Frühmöhren, die häufig als Bundmöhren verkauft werden und die späteren Wasch- und Lagermöhren.

Botanisch gehört die Möhre (Daucus carota ssp. Sativus) zu den Doldenblütlern (Umbelliferen) und besitzt einen zweijährigen Zyklus. Das bedeutet, die Pflanze entwickelt im ersten Jahr die dicke Pfahlwurzel (essbarer Teil) und kommt im zweiten Jahr zur Blüte.

Nicht nur gut für die Augen

Die schöne Farbe verdanken Möhren ihrem sehr hohen Gehalt an Carotinoiden. Betacarotin ist die Vorstufe des lebenswichtigen fettlöslichen Vitamins A, das für seine positive Wirkung auf die Sehkraft bekannt ist. Carotinoide besitzen außerdem antioxidative Wirkungen und schützen somit unsere Zellstrukturen vor der Zerstörung durch freie Radikale. An Vitalstoffen enthalten sie u.a. Vitamin K, Folsäure, Kalium, Calcium und Eisen. Zudem sind sie sehr bekömmlich und daher auch für die empfindlichen Mägen von Babys und als Schonkost geeignet.

Hinweise für Einkauf und Lagerung

Bio-Möhren gehören mittlerweile zum Standardsortiment im Lebensmittelhandel. Über zwei Drittel der Bio-Möhren werden sogar bereits über Discounter vermarktet. Beim Einkauf sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass sie fest und knackig sind und sich nicht biegen lassen. Weisen sie schwarze oder matschige Stellen auf, sollte man sie besser nicht mitnehmen.

Etwa ab Juli gibt es die ersten heimischen Frühmöhren. Sie schmecken besonders gut und werden häufig als Bundmöhren mit ihrem Kraut angeboten. Für die Lagerung sollte das Grün allerdings entfernt werden, weil es der Wurzel die Feuchtigkeit entzieht und die Möhren dann schrumpeln. Je nach Sorte halten Sie sich zwei bis vier Wochen. Späte Sorten sind unter optimalen Bedingungen einige Monate lagerfähig. Dadurch kann man oft bis in den März hinein noch Möhren aus deutschem Anbau kaufen. Möhren werden idealer Weise nicht zu eng gedrängt, kühl, dunkel und luftig aufbewahrt. Dafür eignet sich der Keller oder das Gemüsefach im Kühlschrank.

die Zutaten dekorativ in eine "Mulle" gelegt
Fotos: M. Wildung

Zubereitungstipps

Bei Möhren reicht es in der Regel sie zu waschen. Wenn sie geschält werden, gehen die wertvollen Nährstoffe unter der Schale verloren. Durch Zerkleinern und Dünsten werden die harten Zellwände der Möhre aufgeschlossen und die Verdaulichkeit und Aufnahmefähigkeit ihrer wertvollen Inhaltsstoffe erhöht. Aber egal ob Möhren roh oder gegart gegessen werden, etwas Fett gehört in jedem Fall dazu. Auf diese Weise können die fettlöslichen Carotinoide besser vom Körper aufgenommen werden.

Übrigens: Das frische Grün bei Bundmöhren muss nicht in den Abfall. Es lässt sich klein gehackt als vitaminreiches Gewürzkraut verwenden.

In der Hauptrolle oder als Nebendarsteller - Möhren sind der Hit!

Möhren schmecken roh geraspelt, mit Zitronensaft und Zucker angemacht, zu Saft ausgepresst, gekocht, geschmort, gebraten, blanchiert, gratiniert und eingelegt. Sie lassen sich ausgezeichnet mit vielen anderen Gemüsearten kombinieren, z. B. Erbsen, Bohnen, Kohl oder Zwiebeln und eignen sich als Beilage zu Fleisch und Fisch. Fast jeder mag den fein-süßen Geschmack der aromatischen Rüben und sie harmonieren sowohl in scharfen Pickels als auch in süßen Torten.

Quelle: Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung, lebensmittellexikon.de, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), essen&trinken

Zutaten

(für 4 Personen)

500 g Möhren

500 g Kartoffeln

3-4 Eier

4 gehäufte EL Mehl

Salz und Pfeffer

Öl zum Braten

Möhren – immer und überall

Möhren gehören zu den beliebtesten Gemüsearten und das nicht nur in Deutschland und nicht nur in der heutigen Zeit. Schon im Altertum wurde das Wurzelgemüse geschätzt und kultiviert.

Heute hat sich die Möhre zu einem weltweit beliebten und wirtschaftlich bedeutendem Gemüse entwickelt. Sie wird in gemäßigten und subtropischen Gebieten angebaut, in Europa schwerpunktmäßig im Mittelmeerraum sowie in Deutschland und den Niederlanden. Durch ihre gute Lagerfähigkeit und den weltweiten Anbau sind Möhren zu jeder Zeit in bester Qualität zu erhalten.

Das aromatische Wurzelgemüse ist auch unter anderen Namen bekannt, wie „Karotte“, „Rübli“, „Mohrrübe“ oder „Gelbe Wurzel“. Die Bezeichnung „Karotte“ leitet sich von „carota“, dem lateinischen Wort für „Wurzel“ ab. Dagegen ist die Bezeichnung „Möhre“ germanischen Ursprungs.