Maronensuppe

Holzschale mit den Zutaten
Fotos: M. Wildung

Maronen über Kreuz einritzen und im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad° C circa 20 Minuten rösten (Schalen sollen aufplatzen). Maronen schälen und in einem Topf mit zerlassener Butter unter Rühren hellgelb anbraten.
Eine Zwiebel mit Lorbeerblatt und Nelke spicken, übriges Gemüse klein schneiden. Gespickte Zwiebel und Gemüse zu den Maronen geben und Brühe zugeben. Circa 1 Stunde kochen lassen. Gespickte Zwiebel herausnehmen, die übrigen Zutaten durch ein grobes Sieb streichen oder pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz aufkochen lassen. Creme fraiche auf die Suppe geben und gehackten Kerbel drüberstreuen.

Quelle  http://www.kochmix.de/rezept-maronensuppe-12814-2.html

Maronen sind sehr gesund und enthalten eine Vielzahl an wertvollen Inhaltstoffen. Eine Tüte Maronen entspricht einem ausgewogenen Vollwert-Menü mit 5 Gängen. Maronen enthalten hochwertiges Eiweiß. Sie haben weniger Fett als Nüsse. Und sie sind reich an den Mineralstoffen und Spurenelementen Kalium, Calcium, Phosphor, Schwefel, Eisen, Magnesium, Kupfer, Mangan. Maronen enthalten aber auch die Vitamine E, C, sämtliche B-Vitamine und das Provitamin A Betacarotin. Aus all diesen Substanzen ist schon zu erkennen: Wenn man das sonst alles aus der Nahrung aufnehmen will, muss man Gemüse, Obst, Fleisch oder Fisch essen. Darum ersetzt eine Tüte Maronen eine komplette Mahlzeit. Dies betrifft auch den Kaloriengehalt, denn 100 g Maronen enthalten satte 220 Kalorien.

Maronen werden hauptsächlich als Füllung oder Beilage für Gänse, Enten, Puten, Wildgeflügel oder herbstliche Fleischgerichte verwendet. Sie können Kartoffeln in jeder Form ersetzen und sollten am besten frisch auf dem Markt gekauft werden. Beim Kauf sollten die Maronen auf jeden Fall noch etwas glänzen, denn matte und stumpfe Kastanien sind meist schon alt und eingetrocknet. Pro Person reicht eine gute Handvoll als Beilage. Für die Zubereitung wird die Schale der Maronen kreuzweise eingeschnitten und 10 Minuten im Backofen bei 220°C geröstet oder in sprudelnd kochendem Wasser gegart. Danach können die Schale und die Haut, die den Keimling umgibt, entfernt werden. Wenn man die Maronen zuhause nicht weich bekommt, schält man sie in rohem Zustand und gibt sie in den Dampftopf. Da werden sie butterweich.

 

Beim Rösten und Kochen verzuckert die Stärke der Maronen und es entwickelt sich ein angenehm süßer und nussartiger Geschmack. Beim Kochen prägt sich der feine Geschmack nicht so sehr aus wie beim Rösten. Dafür lässt sich die Schale und das Keimlingshäutchen leichter entfernen. Für das bestmögliche Ergebnis kombiniert man beide Verfahren, indem man die Maronen erst im Ofen röstet und anschließend einige Minuten in Salzwasser kocht. Die Maronen werden heiß mit Butter und Salz serviert oder können auch zu Suppen, Pürees und vielem mehr weiterverarbeitet werden.

Zutaten

250 g Maronen (Esskastanien)

2 El. Butter

1 l Brühe

Zwiebeln

4  Karotten

1  Stange Lauch

4  Kartoffeln

1  Lorbeerblatt

1  Gewürznelke

1 El. Creme fraiche

1 Tl. Kerbel, gehackt

Salz

Pfeffer

Aber woher kommen eigentlich die Maronen?

Der Edelkastanien-Baum stammt aus Kleinasien. Die Maronen wurden von vielen Dichtern der Antike besungen. Man hat damals die gebratenen Maronen mit Äpfeln und Quark oder zum Wein gegessen. Karl der Große hat den Anbau von Edelkastanien-Bäumen sehr gefördert. Um das Jahr 800 wurden von vielen Klöstern Edelkastanien-Bäume gepflanzt. Bis die Kartoffeln aus Amerika nach Europa gebracht wurden, waren Maronen für eine breite Bevölkerungsschicht ein unentbehrliches Grund-Nahrungsmittel. Man hat die Maronen als Einlage in der Suppe gegessen, zum Gemüse, zum Fleisch. Man hat mit dem Maronen-Mehl - also mit gemahlenen Maronen - Brot gebacken.
Zudem wurden Maronen auch als Kraftfutter für die Tiere verwendet. Heute noch schmeckt der weltberühmte italienische Carrara-Schinken aus den Marmor-Bergen von Carrara in der Toskana so gut, weil die Schweine mit Maronen gefüttert werden. Denn dort gibt es massenweise Kastanien-Bäume.