Kohlrabi-Curry

Kohlrabipflanze im Feld

Die Kohlrabis erst waschen und dünn schälen, dann in Stifte schneiden. Die Möhren waschen (ggf. schälen) und ebenfalls klein schneiden. Die Zwiebel würfeln.

Zwiebeln mit den Gewürzen in Öl anschwitzen. So entfalten sich die Gewürzaromen besonders gut. Das Gemüse, den Zucker und die Kokosraspel hinzugeben und ebenfalls anbraten.

Dann mit etwas Gemüsebrühe und Milch angießen und mit geschlossenem Deckel weiter schmoren lassen. Die Flüssigkeitsmenge sollte so gewählt werden, dass eine nicht zu dünne, etwas sämige Soße entsteht.

Parallel dazu den Couscous nach Verpackungsanleitung garen.

Wissenswertes über Kohlrabi

Kohlrabi, geschält und gewürfelt
Fotos: M. Wildung

Botanische und sensorische Merkmale

Kohlrabi gehört zur Familie der Familie der Kreuzblüter (bot.: Cruciferae, Brassicaceae), ist also – wie der Name schon nahe legt – mit anderen Kohlarten verwandt. Allerdings bildet Kohlrabi sich nicht – wie bei Kohl üblich – aus den Blättern oder der Blüte, sondern als oberirdische Knolle aus der Sprossachse. Als sog. Sprossknolle zählt der Kohlrabi somit zum Stängel- oder Stielgemüse.

Man kann Kohlrabi grundsätzlich in weiße Sorten mit hellgrüner Außenhaut und blaue Sorten mit einer violetten bis dunkelroten Schale (Farbstoff: Anthocyane) unterteilen. Außerdem gibt es verschiedene Sorten je nach Art (Freiland oder Gewächshaus) und Zeitpunkt (Frühjahr, Sommer oder Herbst) des Anbaus.
Das Fruchtfleisch ist bei allen Sorten grünlich hell und unterscheidet sich auch geschmacklich nicht voneinander. Der leicht süßliche und nussige Geschmack des knackigen Fleisches erinnert etwas an Rettich. Hierbei sind die feinwürzigen Senfölglykoside geschmacksgebend. Stiele und Blätter schmecken kohlähnlich.
Ausschlaggebend für den Geschmack ist die Anbaumethode. Der unter Glas oder Folie angebaute Kohlrabi schmeckt etwas milder und besitzt zarteres Fleisch, während die größeren Knollen aus dem Freilandanbau kräftiger und würziger im Geschmack sind.

 

Gesund von Knolle bis Blatt

Kohlrabi ist energiearm (24 kcal/100 g), reich an B-Vitaminen, Vitamin C, Folsäure, Kalium, Magnesium, Kupfer und Selen. Im Team mit diesen wertvollen Inhaltsstoffen entfalten die ebenfalls enthaltenen Senfölglykoside (ätherische Öle) ihre besonderen gesundheitsfördernden Wirkungen. Als sekundäre Pflanzenstoffe schützen sie vor Entzündungen, Infekten und wirken gegen freie Radikale. Der hohe Ballaststoffgehalt trägt zur Förderung der Verdauung und guten Sättigung bei. Die Blätter enthalten übrigens noch mehr Nährstoffe als die Knolle. Insbesondere wegen der antioxidativ wirkenden Carotinoide sollten sie – wenn sie ganz frisch sind – mitgegessen werden.

 

Hinweise für Einkauf und Lagerung

Kohlrabis sind von Frühjahr bis Herbst aus heimischem Anbau verfügbar. Frische Kohlrabi erkennt man an einem gesunden, grünen und knackigen Laub. Weiterhin sollte die Außenhaut der Knollen unbeschädigt und glatt sein. Sehr große Knollen neigen dazu holzig zu sein, daher sind kleinere Knollen zu bevorzugen. Eine Ausnahme hiervon stellt die gerade gerne im biologischen Anbau verwendete Sorte "Superschmelz" dar: sie ist groß und zart.
Im Gemüsefach des Kühlschranks kann Kohlrabi ca. 1 Woche gelagert werden. Wer sie länger lagern möchte, sollte sie unbedingt in ein feuchtes Tuch einwickeln. Bei allzu langer Lagerung wird Kohlrabi allerdings holzig. Die Blätter sollten vor der Lagerung entfernt werden. Wer die Blätter gerne mitessen möchte, kann sie getrennt in einem Plastikbeutel aufbewahren. Allerdings halten sie maximal 2 Tage im Kühlschrank.

 

Zubereitungstipps

Kohlrabi ist sehr leicht und schnell zuzubereiten. Nach dem Waschen reicht es die Knolle dünn abzuschälen. Bei jungen Knollen ist es auch möglich nur den Wurzelansatz abzuschneiden. Große Knollen sollten besonders aufmerksam auf holzige Stellen hin überprüft werden. Für einen ungetrübten Genuss sollten diese großzügig entfernt werden.

Eine besonders schonende Art der Zubereitung ist das Dämpfen, weil die wertvollen Nährstoffe der Kohlrabi so am besten erhalten bleiben. Grundsätzlich eignen sich die aromatischen Knollen aber auch für alle anderen Garmethoden wie Kochen, Braten, Dünsten oder Backen.

 

Ein Genuss in vielen Variationen

Kohlrabis sind ein wirklich vielseitiges Gemüse und finden sowohl in Suppen und Eintöpfen Verwendung, als auch in Aufläufen, Füllungen  oder als Beilage. Sie schmecken auch roh, mit einem Dip genossen oder in Salaten. Die frischen Blätter eignen sich im Ganzen oder klein geschnitten als hübsche und essbare Dekoration.

Und weil es Kohlrabi über so lange Zeit aus der Region gibt, lohnt es sich das pikante Gemüse in möglichst vielen verschiedenen Variationen zu genießen.

 

Quelle: Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung, lebensmittellexikon.de

Zutaten

Zutaten für 4 Personen:
Zubereitungszeit 30 - 45 Minuten

 

4 Kohlrabi

4 Möhren

1 Zwiebel

1 EL Öl

1-2 TL Currypulver (oder Currypaste )

Koriander, Chilli (Pulver)

1 Pr. Zucker

2 Nelken

Gemüsebrühe

Milch

Kokoschips oder -raspel

Couscous

 

Geliebter Kohlrabi – ein „typisch deutsches“ Gemüse

Die Heimat des Kohlrabis liegt vermutlich in Mittel- und Nordeuropa. Schon die Römer kultivierten einen Vorläufer der uns bekannten Kohlrabi. So leitet sich die Bezeichnung „Kohlrabi“ auch von den lateinischen Wörtern „rapa, rupum“ (= Rübe) und „caulis“ (= Kohl) ab und bedeutet somit „Rübenkohl“.


Heute ist Deutschland der größte Erzeuger und der größte Verbraucher innerhalb Europas. Auch in anderen deutschsprachigen Regionen wird Kohlrabi gerne gegessen. Deshalb gilt er als typisch deutsches Gemüse und der Name wurde auch in andere Sprachen übernommen.