Karpfen Blau für Weihnachten oder Silvester

Für den Weihnachtskarpfen Blau benötigt man einen sehr frischen Bio-Fisch, der noch nicht oft berührt wurde, denn Grund für die Blaufärbung beim kochen ist die Schleimhaut des Karpfens, die durch häufiges Anfassen zerstört werden kann. Für die Zubereitung des Weihnachtsgerichts benötigt man einen Karpfen sowie einen Sud der süß-sauer abgeschmeckt  und gut aufgekocht wird.
Danach muss der Sud mindestens 15 Minuten auf kleiner Flamme vor sich hin köcheln. Während dessen sollte der Karpfen mit heißem Weißweinessig beträufelt werden, das soll die Blaufärbung verstärken. Dann wird der Weihnachtskarpfen in seinen Sud gelegt und sollte darin nur noch ziehen. Nach ca. 20 Minuten ist der Fisch gar. Das erkennt man daran, dass die Rückenflosse sich sehr leicht lösen lässt.
Dazu serviert man traditionell Petersilienkartoffeln mit Butter und Meerettichsahne.

Quelle

Glücklicher Weihnachtskarpfen aus ökologischer Fischzucht

© BLE/ T. Stephan

Der traditionelle Weihnachtskarpfen kommt, vor allem im Norden Deutschlands, als Karpfen blau daher. Diese besondere Zubereitungsmethode ist aber nicht so einfach, denn es müssen einige Dinge beachtet werden. Mit unserem hier vorgestellten Rezept und der Verwendung eines hochwertigen und glücklichen Bio-Karpfens sollte das Weihnachtsessen aber ein Erfolg werden.
Was sind die Besonderheiten bei der Bio-Karpfenzucht?
Die ökologische Karpfenhaltung - und dies gilt für die gesamte biologische Aquakultur – ist erst allmählich im Kommen. Dabei bieten Karpfenteiche vielseitige Lebensräume und fügen sich gut in die Natur ein. Wird ein Gewässer zudem ökologisch bewirtschaftet, so werden die Ufersäume und die Wasserqualität nicht durch Pestizid- und Düngemittelgaben beeinträchtigt. Für eine hohe Artenvielfalt und sauberes Grundwasser ist dies eine wichtige Voraussetzung. Biofischwirte achten auf niedrige Besatzdichten, um Gesundheits- und Umweltprobleme durch die Ausscheidungen der Karpfen zu vermeiden. Andererseits bilden die Ausscheidungen der Fische die Grundlage für das Wachstum von Plankton, Algen und Wasserpflanzen, aber auch kleiner Fische, Krebse und Insektenlarven.
Eine mineralische Düngung der Teiche ist nicht zugelassen. Der natürliche Bewuchs ist im Sommer die Futtergrundlage der Karpfen. Jungkarpfen haben einen erhöhten Eiweißbedarf und erhalten kurzfristig zusätzlich pflanzliche Futtermittel. Bei Bedarf ergänzen die Bioteichwirte das natürliche Futter mit Biofuttermitteln wie Roggen, Weizen oder Lupinen. Konventionelles Sojaschrot sowie synthetische Farb- und sonstige Zusatzstoffe lehnen sie ab; Fischmehl und Fischöl sind bei Bioland ohnehin verboten. Forellenhaltung, in der tierisches Eiweiß benötigt wird (Forellen sind Raubtiere), ist daher nach Bioland-Richtlinien nicht möglich.
Biokarpfen werden in natürlichen oder naturnah belassenen Teichen gehalten, die nicht mit Folien abgedichtet sind. So können die Tiere auf lockerem Bodengrund ungehindert wühlen und Futter suchen.
Die Bioanbauverbände schreiben vor, dass mindestens 20 % des Ufersaumes als Verlandungs- und Röhrichtzone erhalten bleiben. Diese Bereiche werden beispielsweise von Rohrsängern und Amphibien als Brut- und Rückzugsgebiete genutzt. Eisvögel und Adler gehen hier gerne auf die Jagd.
Zur Nachzucht dürfen nur natürliche Verfahren angewendet werden; die Jungfische sollen möglichst von Biobetrieben stammen. Bislang fehlt es allerdings an spezialisierten Biozuchtbetrieben; das Angebot an Jungfischen ist noch gering. Zukünftig müssen daher weitere Zuchtbetriebe für eine Umstellung gewonnen, Futterrationen optimiert und neue ökologische Eiweißquellen für die Jungfische erschlossen werden. So kann die Bioaquakultur helfen, die überfischten Meere zu entlasten und ein ausreichendes Fischangebot zu erhalten.
Quelle: Bioland und Wikipedia

Zutaten

Bio-Karpfen (ausgenommen aber nicht geschuppt)

Wasser (je nach Größe des Fisches), aus dem der Sud herstellt wird. 

  • Salz

  • Wacholder und Piment

  • Weißwein

  • Salbeiblättern, Lorbeer

  • Zucker

  • Zitronensaft

  • weißer Pfeffer

    Meerrettichsahne

    Petersilienkartoffeln

    Butter

Weihnachtskarpfen

Der Weihnachtskarpfen ist in vielen Familien in Mittel- und Osteuropa das traditionelle Gericht für den Heiligen Abend. Diese Tradition entstand als man der christlichen Lehre entsprechend die Adventszeit als Fastenzeit beging. Der Heilige Abend als Höhepunkt des Advents und Vorabend des Weihnachtstages sollte besonders gefeiert werden und ein spezielles Fastengericht sollte dem gerecht werden.
Karpfen wurden bereits seit dem Mittelalter in Klostern gezüchtet, so dass sie als Zuchtfische schon früh verfügbar waren. Mittlerweile ist die Teichwirtschaft in vielen Regionen traditionell fest verankert.

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