Heidelbeerauflauf mit Kefir

Blauberren, küchenfertig
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  • Die Eier trennen. Dann die Butter, bis auf 1 Esslöffel, mit dem Vollrohrzucker, den Eigelben, der Zitronenschale und dem Vanillemark schaumig rühren.
  • Das Buckweizen- und das Weizenvollkornmehl esslöffelweise hinzufügen. Dann den Kefir darunter rühren und den Teig etwa 20 Minuten quellen lassen.
  • In der Zwischenzeit die Heidelbeeren waschen und gut abtropfen lassen. Die Eiweiße steif schlagen und vorsichtig unter den Teig ziehen. Die Heidelbeeren und die Pistazien, bis auf einen Rest zum Garnieren, vorsichtig darunter heben.
  • Die restliche Butter in eine Pfanne geben und erhitzen. Die Masse in die Pfanne geben und zugedeckt bei schwacher bis mittlerer Hitze von unten leicht bräunen lassen. Anschließend, wenn möglich, die Pfanne in den Ofen stellen oder das Ganze vorsichtig in eine gefettete Auflaufform füllen. Den Auflauf im vorgeheizten Ofen bei 160°C nochmals etwa 20 Minuten garen. Zum Servieren mit den restlichen Pistazien bestreuen.

Quelle

Anbau und Ernte

Foto: BLE

Eigentlich könnte der Bedarf an Heidel­beeren aus Wildvor­kommen gedeckt werden, denn in der Saison sind viele deutsche Fichten- und Kiefern­wälder übersät mit den blauen Beeren. Da aber die flächen­deckende Ernte viel zu aufwendig wäre, werden Heidel­beeren in Kulturen angebaut. Egal ob kultiviert oder wild, die blauen Beeren fühlen sich auf saurem, nährstoff­armen und lockerem Sand- oder Moorboden am wohlsten und benötigen viel Sonne. Der Anbau von Kultur­heidel­beeren ist mühsam und braucht viel Zeit. Die Pflanzen sind erst nach drei Jahren kräftig genug, um ins Frei­land gesetzt zu werden. Weitere sieben Jahre dauert es, bis die Sträucher ihre Größe von bis zu zwei Metern erreicht haben. Erst dann erbringen sie den vollen Ernte­ertrag von fünf bis zehn Kilogramm pro Strauch. Die Beeren werden von Hand gepflückt und dann in Portions­schälchen oder -körbe gegeben. Wegen der aufwändigen Ernte sind Heidelbeeren nicht preiswert.

Einkauf und Verarbeitung

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Wer die Wahl zwischen wilden und kultivierten Heidelbeeren hat, sollte die Früchte aus dem Wald bevorzugen. Sie sind gesünder, aromatischer und geschmacksintensiver. Aber auch die Kulturheidelbeeren aus ökologischen Anbau haben Vorzüge: Ihre blaue Schale ist fest und deswegen unempfindlich. Kulturheidelbeeren lassen sich bis zu einer Woche problemlos im Kühlschrank aufbewahren. Außerdem sind sie größer, süßer und haben nur wenig Kerne. Falls notwendig, sollten die Beeren vor der Verwendung vorsichtig mit kaltem Wasser gewaschen oder sanft abgebraust werden. Früchte mit Druckstellen aussortieren. Frische Heidelbeeren eignen sich bestens zum Einfrieren. Damit sie schnell durchfrieren, schichtet man sie flach in einem Tiefkühlbeutel. Wie frisch gepflückt sind die eingefrorenen Beeren, wenn man sie richtig auftaut: Kurz vor dem Verzehr werden sie aus dem Beutel genommen, in ein Gefäß gefüllt und mit 50 Grad warmem Wasser übergossen. Sie bleiben im Gefäß, bis das Wasser abgekühlt, die Früchte aber noch nicht durchgetaut sind. Dann Wasser abgießen und nochmals 50 Grad warmes Wasser zugeben. Wenn man die Heidelbeeren nun nach ein bis zwei Minuten aus dem Wasser nimmt, sind sie wie frisch.

Quelle: WDR

Zutaten

für 4 Personen,
Zubereitungszeit ca. 1,25 Stunden

3 Eier

80 g weiche Butter

150 g Vollrohrzucker

abgeriebene Schale von ½ Bio-Zitrone

Mark von ½ Vanilleschote

100 g Buchweizenmehl

100 g Weizenvollkornmehl

200 g Kefir

500 g Heidelbeeren

3 EL gehackte Pistazien

Heidelbeeren: Gesund und lecker

Die "Bickbeere" gedeiht als nie­­driges Wald­büsch­el­chen, deren unter­­irdischen Triebe netz­­artig den Boden durch­ziehen. Sie ist im Geschmack inten­­siver und aroma­­tischer, auch enthält sie mehr Vita­mine und Mineral­­stoffe. Sie ist reicher an wert­vollen Farb­­stoffen. Fleisch und Saft der Kultur­­heidel­­beere sind farb­los, nur die Schale enthält den typisch blauen Farb­­stoff, der beim Kochen frei­­gesetzt wird. Die Kultur­­heidel­­beere ist größer als die Verwandte aus dem Wald. Die Sträucher der Kultur­­heidel­­beeren werden bis zu zwei Meter hoch. Als man vor etwa 100 Jahren in Nord­­ameri­ka begann, die wild­wachs­ende Heidel­­beer­­sträucher, die von den ameri­kanischen "Blue­berries" abstammt, zu kulti­vieren, entstanden die fast murmel­­großen und säure­­armen Früchte.
Schon die Äbtis­sin Hilde­gard von Bingen hat im Mittel­alter die heilende Wir­kung der blauen Beeren be­schrieben. Die Beeren enthalten leicht lös­liche Kohlen­hydrate und verschiedene er­frischende Frucht­säuren. Das ausge­wogene Zucker-Säure-Verhält­nis sorgt dafür, dass die Früchte gut schmecken. Neben verschie­denen Vitaminen und Mineral­stoffen, machen vor allem die Anthocyane als natür­licher blauer Farb­stoff Heidel­beeren so gesund. Anthocyane und Flavo­nide (beides sekundäre Pflanzenstoffe) sollen im mensch­lichen Organismus gegen Herz-Kreis­lauf-Erkran­kungen sowie gegen Infek­tionen durch Bak­terien und Viren wirken und zur Abwehr von Krebser­kran­kungen bei­tragen. Heidel­beeren haben auch einen besonders hohen Gehalt an Pektinen. Sie sind deshalb magen­freundlich und verdau­ungs­regu­lierend.