Demeter

Demeter-Höfe sind Betriebe, die nach der Idee des in sich geschlossenen Betriebsorganismus arbeiten. Die natürliche Düngerproduktion für die Anregung des Pflanzenwachstums und hofeigene Futtererzeugung für die Haustiere führen zu einer Steigerung der Bodenfruchtbarkeit, Pflanzen- und Tiergesundheit. Die Tierhaltung richtet sich nach der für die Futterproduktion zur Verfügung stehenden Fläche. Eine einseitige Massentierhaltung ist hierbei ausgeschlossen. Die Rinderhaltung hat einen besonderen Stellenwert, ist doch die Kuh das Haustier mit der am höchsten zu bewertenden Mistqualität. Der Pflanzenbau ist durch Vielseitigkeit gekennzeichnet. Fruchtfolgen und die Zusammenstellung verschiedener Pflanzenarten und Familien verhindern die Ausbreitung einseitiger, krankheitsanfälliger Monokulturen. Die Beachtung kosmischer Rhythmen und Gesetzmäßigkeiten beeinflusst die Gestaltung und Stoffwirksamkeit im Pflanzenwachstum. Die Pflege des Naturhaushaltes wird gefördert durch Anlage und Pflege von Hecken und z.B. durch Vogel- und Insektenschutzmaßnahmen. Ein gesundes Gleichgewicht zwischen Boden, Pflanze und Tier kann sich so auf jedem Hof individuell entwickeln und wird in der Nahrungsqualität wirksam.

Als Demeter-Hof ist derjenige zu bezeichnen, der mindestens 3 Jahre nach dieser Wirtschaftsweise arbeitet.

 

Die Bäuerliche Gesellschaft Nordwestdeutschland in Stichworten
 Stand: Januar 2012

Mitglieder
378 Mitglieder in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern 

Fläche    
 200 DEMETER-Höfe und Betriebe in Umstellung auf DEMETER- Umstellung-Höfe mit insgesamt 16.747 ha, davon 11.675 ha Landwirtschaftliche Nutzfläche (LF) = 67,88 ha LF im Durchschnitt

Die Betriebe verteilen sich auf die folgenden Bundesländer:

  • Schleswig-Holstein und Hamburg: 67 Betriebe mit 4.847 ha LF 
  • Mecklenburg-Vorpommern: 16 Betriebe mit 1.106 ha LF 
  • Niedersachsen und Randgebiete: 117 Betriebe mit 5.721 ha LF 

Die Gesamtfläche teilt sich auf in:

  • Dauergrünland: 3.981 ha 
  • Ackerfläche: 7.101 ha 
  • Obstfläche: 460 ha 
  • Wald: 609 ha 
  • Gewächshausfläche: 5.818 qm 

Mitarbeiter
2.196 Menschen leben und wohnen auf den Höfen; davon sind 1.631 Voll-Arbeitskräfte (AK) = 14 AK/100 ha 

  • Praktikanten/Lehrlinge: 287 
  • Zivildienstleistende: 13 
  • Betreute Menschen: 618 

Tierbestand

5914 GVE auf 154 Höfen = 0,51 GVE/ha LF mit 

  • 1.693 Milchkühen, 835 Ammenkühen, 90 Zuchtbullen, 965 Kälbern bis 2 Jahre einschl. Mastvieh, 
  • 545 Sauen, 820 Mastschweinen, 
  • 1.200 Schafen und Ziegen, 
  • 263 Pferden, 
  • 31.572 Hühnern, 4.813 Enten, Gänsen und Puten usw. 

Nebenbetriebe
Zu den Höfen und Gärtnereien gehören:

  • 23 Hofmolkereien, 
  • 18 Bäckereien, 
  • 13 Mühlen, 
  •   8 Mostereien, 
  •   2 Schlachtereien, 
  • 43 Höfe mit Betreuten inkl. Sozialeinrichtungen, 
  •   9 Höfe haben Gäste,
  • 67 Höfe hatten Schulepochen 

Produktion

  • Weizen: 859 ha  
  • Dinkel: 575 ha 
  • Roggen: 992 ha  
  • Hafer: 415 ha  
  • Gerste: 293 ha
  • Kartoffeln: 240 ha  
  • Feldgemüse: 39 ha  
  • Feingemüse: 455 ha  

Hofvermarktung

Es gibt 84 Hofläden, 

  • 48 Höfe verkaufen auf Wochenmärkten, 
  • 24 bieten Abo-Kisten an, 
  • 28 verkaufen an Großküchen,
  • 75 beliefern den Großhandel, 
  • 88 verkaufen an Naturkostläden und Reformhäuser, 
  •   9 an konventionelle Molkereien und 
  • 25 (gelegentlich) an konventionelle Schlachter und Viehhändler 

Verarbeitung/ Vermarktung
DEMETER-Anerkennung haben (und sind Mitglieder):

  • 16 Bäckereien und 
  • 14 Hofbäckereien 
  • 5 Großhändler 
  • 2 Schlachtereien
  • 5 Sonst. Verarbeiter
  • 3 Mostereien 

Naturschutz
288,22 km Hecken = 2.469 m auf 100 ha LF