Demeter

Demeter-Höfe sind Betriebe, die nach der Idee des in sich geschlossenen Betriebsorganismus arbeiten. Die natürliche Düngerproduktion für die Anregung des Pflanzenwachstums und hofeigene Futtererzeugung für die Haustiere führen zu einer Steigerung der Bodenfruchtbarkeit, Pflanzen- und Tiergesundheit. Die Tierhaltung richtet sich nach der für die Futterproduktion zur Verfügung stehenden Fläche. Eine einseitige Massentierhaltung ist hierbei ausgeschlossen. Die Rinderhaltung hat einen besonderen Stellenwert, ist doch die Kuh das Haustier mit der am höchsten zu bewertenden Mistqualität. Der Pflanzenbau ist durch Vielseitigkeit gekennzeichnet. Fruchtfolgen und die Zusammenstellung verschiedener Pflanzenarten und Familien verhindern die Ausbreitung einseitiger, krankheitsanfälliger Monokulturen. Die Beachtung kosmischer Rhythmen und Gesetzmäßigkeiten beeinflusst die Gestaltung und Stoffwirksamkeit im Pflanzenwachstum. Die Pflege des Naturhaushaltes wird gefördert durch Anlage und Pflege von Hecken und z.B. durch Vogel- und Insektenschutzmaßnahmen. Ein gesundes Gleichgewicht zwischen Boden, Pflanze und Tier kann sich so auf jedem Hof individuell entwickeln und wird in der Nahrungsqualität wirksam.

Als Demeter-Hof ist derjenige zu bezeichnen, der mindestens 3 Jahre nach dieser Wirtschaftsweise arbeitet.

 

Die Bäuerliche Gesellschaft Nordwestdeutschland in Stichworten
Stand: Januar 2008

Mitglieder
388 Mitglieder in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern

Fläche    
179 DEMETER-Höfe und Betriebe in Umstellung auf DEMETER- Umstellung-Höfe mit insgesamt 13.215 ha, davon 11.183 ha Landwirtschaftliche Nutzfläche (LF) = 62,47 ha LF im Durchschnitt

Die Betriebe verteilen sich auf die folgenden Bundesländer:

  • Schleswig-Holstein und Hamburg: 61 Betriebe mit 4.533 ha LF
  • Mecklenburg-Vorpommern: 14 Betriebe mit 921 ha LF
  • Niedersachsen und Randgebiete: 104 Betriebe mit 5.727 ha LF

Die Gesamtfläche teilt sich auf in:

  • Dauergrünland: 3.958 ha
  • Ackerfläche: 6.876 ha
  • Obstfläche: 201 ha
  • Wald: 1.265 ha
  • Gewächshausfläche: 78.400 qm

Mitarbeiter
2.095 Menschen leben und wohnen auf den Höfen; davon sind 1.080 Voll-Arbeitskräfte (AK) = 9,6 AK/100 ha

  • Praktikanten/Lehrlinge: 210
  • Zivildienstleistende: 15
  • Betreute: 445

Tierbestand

6001 GVE auf 160 Höfen = 0,53 GVE/ha LF mit

  • 1.622 Milchkühen, 830 Ammenkühen, 78 Zuchtbullen, 3.640 Kälbern bis 2 Jahre einschl. Mastvieh,
  • 196 Sauen, 1.752 Mastschweinen,
  • 1.342 Schafen und Ziegen,
  • 331 Pferden,
  • 20.124 Hühnern, 2.953 Enten, Gänsen und Puten usw.

Nebenbetriebe
Zu den Höfen und Gärtnereien gehören:

  • 32 Hofmolkereien,
  • 24 Bäckereien,
  • 15 Mühlen,
  •   7 Mostereien,
  •   7 Schlachtereien,
  • 35 Höfe mit Betreuten inkl. Sozialeinrichtungen,
  •   9 Höfe haben Gäste,
  • 51 Höfe hatten Schulepochen

Produktion

  • Weizen: 810 ha
  • Dinkel: 608 ha
  • Roggen: 1.015 ha
  • Hafer: 475 ha
  • Gerste: 126 ha
  • Körnerleguminosen: 560 ha
  • Feldgemüse: 253 ha
  • Feingemüse: 134 ha
  • Kartoffeln: 318 ha

Hofvermarktung

 

Es gibt 74 Hofläden,

  • 42 Höfe verkaufen auf Wochenmärkten,
  • 21 bieten Abo-Kisten an,
  • 28 verkaufen an Großküchen,
  • 66 beliefern den Großhandel,
  • 77 verkaufen an Naturkostläden und Reformhäuser,
  •   8 an konventionelle Molkereien und
  • 22 (gelegentlich) an konventionelle Schlachter und Viehhändler

Verarbeitung/ Vermarktung
DEMETER-Anerkennung haben (und sind Mitglieder):

  • 15 Bäckereien und
  • 11 Hofbäckereien
  • 10 Großhändler
  • 2 Schlachtereien
  • 5 Sonst. Verarbeiter
  • 4 Mostereien

Naturschutz
334,09 km Hecken = 2.995 m auf 100 ha LF