Grieß-Zwetschgen-Knödel

Brokkoli und Nudeln
Fotos: M. Wildung

Für den Knödelteig den Quark mit Salz, dem Zucker, dem Mehl und dem Ei verrühren. Nach und nach den Grieß zugeben und kneten bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist.

 

Zwetschgen waschen und entsteinen. Früchte mit dem Grießteig umhüllen und mit angefeuchteten Händen zu Knödeln formen.

 

Reichlich Salzwasser zum Sieden bringen und die Knödel ca. 20 Min. gar ziehen lassen bis sie oben schwimmen. Knödel mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser heben und abtropfen lassen.

 

Zum Servieren mit Zimtzucker und Mandelblättchen bestreuen. Unsere Empfehlung: Mehr Zwetschgen einkaufen, einen Kompott daraus kochen und zu den Knödeln servieren. Je nach Geschmack können sie aber auch mit zerlassener Butter oder Vanillesoße übergossen werden.

 

Quelle, abgewandelt

 

Wissenswertes über Zwetschgen

Botanische und sensorische Merkmale

Zwetschgen gehören zur Familie der Rosengewächse (bot.: Rosaceae) und wie Kirschen, Aprikosen und Pfirsiche zur Unterfamilie der Steinobstgewächse.

Wer sich schon mal gefragt hat, wo der Unterschied zwischen Pflaumen und Zwetschgen liegt, sollte wissen: Die Zwetschge ist eine Unterart der Pflaume (Prunus domestica). Weitere Unterarten sind z.B. Mirabellen und Renekloden. Im Gegensatz zur rundlichen Pflaume ist die Zwetschge eher länglich, hat Enden mit deutlichen Spitzen und die Fruchtnaht ist stärker ausgeprägt. Die Schalenfarbe geht mehr ins dunkelblaue, während das Fruchtfleisch weißlich bis grünlich gelb ist und sich leichter vom Stein lösen lässt. Zudem sind Zwetschgen festfleischig und lassen sich besser transportieren als echte Pflaumen. Deshalb werden sie heute in Anbau und Handel bevorzugt. Auch bei den Bäckern sind sie beliebt, weil sie beim Backen Bissfestigkeit und Form behalten. Aber auch zum so Essen sind die saftigen und angenehm süß-säuerlichen Zwetschgen ein Genuss.

Durch Züchtung sind viele verschiedene Sorten entstanden. In Deutschland spielen etwa 25 Sorten eine Rolle. Bekannte Zwetschgensorten sind u.a. Bühler Frühzwetschge, Cacaks Beste, Hanita, Auerbacher, Crudymer, Cacaks Fruchtbare, Fellenberg und Hauszwetschge.

„Nimm Pflaumen für des Alters morsche Last, denn sie pflegen zu lösen den hart gespannten Bauch.“

So dichtete schon vor etwa 2.000 Jahren der Römer Marcus Valerius Martial. Diese verdauungsfördernde Wirkung der Zwetschgen ist auf ihren hohen Sorbitgehalt zurückzuführen. Man sollte es mit ihrem Verzehr daher aber auch nicht übertreiben. Die gesunden Steinfrüchte enthalten darüber hinaus Vitamin A und C, sowie reichlich B-Vitamine. Letztere sind wichtig für einen leistungsfähigen Stoffwechsel und ein intaktes Nervensystem. Auch die Spurenelemente Zink und Kupfer stärken die Nerven und hemmen Stress. Die enthaltenen Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe) beeinflussen die Abwehrkräfte positiv und helfen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Mit ihrem günstigen Kalzium-/Phosphor-Verhältnis, Vitamin K und Bor tragen Zwetschgen zudem zum Knochenerhalt bei.

In den getrockneten Früchten liegen alle Inhaltsstoffe in konzentrierter Form vor. Das bedeutet auch, dass sie etwa vier bis fünf Mal so viele Kalorien liefern, wie frische Zwetschgen (ca. 50 kcal).

 

Hinweise für Einkauf und Lagerung

Die vielen verschiedenen Sorten, mit unterschiedlichen Reifezeitpunkten, liefern uns von Juli bis September Zwetschgen aus heimischem Anbau.

Beim Einkauf gibt es ein untrügliches Zeichen für Frische: den sogenannten „Duftfilm“. Dabei handelt es sich um einen weißlichen wachsartigen Überzug, den die Früchte bilden um sich vor Austrocknung zu schützen. Zudem sollten die Zwetschgen nicht zu weich sein und fein duften. Da die Früchte nach dem Pflücken nicht mehr nachreifen, sollten sie aber auch nicht zu hart und unreif sein.

Zwetschgen werden am besten im Kühlschrank aufbewahrt. In einen Plastikbeutel oder ein feuchtes Tuch eingeschlagen, sind sie optimal vor dem trockenen Kühlschrank-Klima geschützt und verlieren nicht zuviel Wasser. Ebenso geeignet ist ein kühler Keller, in dem es nicht wärmer als 10 Grad wird.

Zubereitungstipps

Vor der weiteren Verwendung müssen Zwetschgen erst entsteint werden. Gerade bei größeren Mengen ist hierbei ein Pflaumen­entsteiner eine echte Erleichterung. Man bekommt ihn in jedem gut sortierten Hauswarenfachhandel.

 

Süß und herzhaft

Die meisten Obstsorten werden fast ausschließlich in Süßspeisen verwendet. Auch Zwetschgen haben die Menschen zu einer Vielzahl von süßen Leckerei inspiriert, von Mus über Kompott und Likör bis hin zu gefüllten Klößen und den herrlichsten Gebäckvarianten. Läuft einem nicht das Wasser im Mund zusammen, denkt man an warmen Zwetschgenkuchen mit knusprigen Streuseln und süßer Sahne?

Kaum ein anderes Obst hat aber eine ähnliche Stellung in der herzhaften Küche erlangt. Frisch oder getrocknet geben Pflaumen oder Zwetschgen beispielsweise Wildgerichte erst den richtigen Pfiff. Sie runden den kräftigen Wildgeschmack mit ihrer süß-säuerlichen Note perfekt ab.

Quelle: Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung, lebensmittellexikon.de

Zutaten

Zubereitungszeit: 40 Min.
(für 4 Personen:)

12 Zwetschgen

250 g Quark

1 Prise Salz

2 EL Zucker (leicht gehäuft)

2 EL Mehl

1 Ei

175 g Grieß

50 g Mandelblättchen

Zimtzucker

Zwetschge – eine Frucht im Wandel der Zeit

Die Geschichte der Pflaumen, zu denen auch die Zwetschge gehört, reicht weit in die Vergangenheit zurück. Bereits für die Zeit vor Christi Geburt  belegen Blattabdrücke die Verbreitung wilder Pflaumenbäume rund um das Schwarze Meer. In Vorderasien wurde sie zuerst kultiviert bis sie schließlich über Italien mit den Römern nach Nordeuropa kamen. Bereits im Mittelalter waren Pflaumen in Deutschland weit verbreitet. Heute werden Zwetschgen in Europa, Westasien, Nordamerika sowie Nord- und Südafrika als Obst angebaut.

Durch Züchtung und Wildkreuzung sind im Laufe der Zeit eine Vielzahl von Unterarten und Sorten entstanden. Eine scharfe Trennlinie zu ziehen ist dabei nicht immer möglich. Die Übergänge sind oft fließend.