Pikantes Bohnengemüse mit Schafskäse

Bohnen waschen, Enden abschneiden und in mundgerechte Stücke schneiden. Zwiebel abziehen und fein würfeln, Knoblauch und Chili fein hacken. Tomaten würfeln.

Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch und Chili nicht zu stark anbraten. Bohnen hinzufügen und kurz mitbraten. Tomatenwürfel hinzugeben und mit Gemüsebrühe auffüllen bis alles leicht bedeckt ist. Bei geringer Hitze ca. 10 Minuten köcheln lassen, bis die Bohnen gar aber noch bissfest sind.

Von der Flamme nehmen und Saure Sahne und Schafskäsewürfel einrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Nach Geschmack Bohnenkraut oder Oregano hinzufügen.

Das Gemüse passt gut zu Reis, Pell- oder Ofenkartoffeln.


Quelle: Schrot & Korn Leserrezept

 

 

Lagerung und Verarbeitung

Stangenbohnen Foto: BLE / T. Stephan

Gartenbohnen (= Busch- oder Stangenbohnen) bleiben nach der Ernte nur kurze Zeit frisch. Sie welken rasch, werden fleckig und faul. Ohne Kühlung beträgt die Halt­barkeit im Sommer oft nur wenige Stunden, im Gemüse­fach des Kühl­schranks höchstens zwei Tage. Bohnen gehören zu den kälte­empfindlichen Gemüse, welches sich im Kühl­schrank nicht so wohl fühlt. Des­halb am besten frisch ein­kaufen und rasch verwenden. Bohnen werden wegen des hohen Phasin­gehalts grund­sätzlich nur in gegar­tem Zustand verzehrt. Zunächst werden die Spitzen und Stängel­ansätze entfernt, dann die Hülsen je nach Rezept zerkleinert.

Spät geerntete Bohnen haben je nach Sorte einen zähen Faden, der abge­zogen werden sollte. Bereits welke Bohnen kann man vor dem Putzen 15 Minuten in kaltes Wasser legen. Dadurch werden sie wieder etwas frischer und sind leichter zu handhaben, das verloren gegangene Aroma lässt sich damit aber nicht rege­nerieren. Zur Verfei­nerung des Geschmacks kann man  insbesondere Bohnen­kraut, aber auch Lieb­stöckl, Oregano und Thymian verwenden.

Inhaltsstoffe

Wie in vielen Bohnen findet sich auch in rohen Garten­bohnen der giftige Eiweißstoff Phasin, durch den Magen- und Darmbeschwerden ausgelöst werden. Deshalb dürfen Bohnen niemals roh verzehrt werden, durch Kochen oder Milch­säure­gärung wird Phasein zerstört. Grüne Bohnen enthalten etwa 2 % Eiweiß bei 25 kcal pro 100 g. Gute ernährungsphysiologische Werte erreichen Gartenbohnen v.a. beim Vitamin C- und Folsäure- sowie beim Beta-Carotingehalt.

Die reifen getrockneten Samen verschiedener Bohnen besitzen über 20 % Eiweiß bei ca. 275 kcal/100g. Von den ent­haltenen Mineral­stoffen und Spuren­elementen stechen hier v.a. die B-Vitamine hervor.

Allgemein enthalten Bohnen und Hülsen­früchte viele sekundäre Pflanzen­stoffe. Saponine z.B. verringern im Magen-Darm-Trakt die Auf­nahme von Chole­sterin und senken so möglicher­weise den Chol­esterin­spiegel. Auch reduzieren Saponine das Risiko einer Darmkrebserkrankung. Saponine sind im Wasser Schaum bildend, was man beim Kochen von Bohnen gut beobachten kann. In den grünen Gartenbohnen sind es v.a. Flavonoide, die antioxidativ, entzündungshemmend und anticancerogen wirken.

Zutaten

Für 3 Personen, Zubereitungszeit ca. 25 Minuten

500 g Grüne Gartenbohnen (Buschbohnen)

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

2 Tomaten

1/2 rote Chilischote (je nach Schärfe auch weniger!)

ca. 500 ml Gemüsebrühe

3 EL Saure Sahne

100 g Schafskäse

Olivenöl, Salz, Pfeffer

Bohnenkraut oder Oregano nach Belieben

Die Gartenbohne (Phaseolus vulgaris)

In Südamerika wird die Gartenbohne bereits seit 8000 Jahren angebaut. Nach Europa kam sie erst im 16. Jahrhundert. Hierzu­lande kannte man bis dahin aus­schließ­lich die Dicken Bohnen (Vicia faba, ein Wicken­gewächs), von denen man im Gegen­satz zur Garten­bohne die Kerne, aber nicht die Hülse verzehrt. Heute gehören Gartenbohnen zum Stan­dard­gemüse und zu jeder Gemüse­platte. 
Zu den Gartenbohohnen, die bei uns frisch als Gemüse auf dem Teller landen, gehören die Busch- und Stangen­bohnen, die entsprechend nach ihrem Wuchs benannt werden. Während die Busch­bohnen niedrig wachsen, ranken Stangenbohnen an Kletter­hilfen in die Höhe. Da sie mehr Arbeit erfordern, werden Stangen­bohnen seltener ange­boten und sind teurer als Busch­bohnen.
Unabhängig von der Anbau­art unterscheidet man noch weiter: so gibt es Prinzess- und Delikatess­bohnen, die ganz jung und zart gepflückt werden - Brech­bohnen als dick­fleischige Bohne, die sich auch ausge­reift gut brechen lässt - Schnitt-, Schneide- oder Schnippel­bohnen, deren grob­fleischige Hülsen in Stücke geschnitten werden. Saison für frische Gartenbohnen ist bei uns von Ende Juni bis in den Herbst hinein.