Orientalischer Ofenkürbis

Fotos: M. Wildung

Zubereitung:

Einweichwasser der Kichererbsen abgießen und Kichererbsen in reichlich Wasser (ohne Salz!) 1-2 Stunden garen. Abtropfen lassen.

Vom Kürbis einen Deckel schneiden und entkernen. Das Kürbisinnere mit 1 EL Öl und Salz einreiben, Deckel aufsetzen und bei 180 Grad je nach Größe 40-50 Minuten backen.

Zwiebeln fein würfeln und mit den Gewürzen in 3 EL ÖL 5 Minuten andünsten. Möhren raspeln, zugeben und weitere 5 Minuten sautieren.

Rosinen, in Streifen geschnittene Aprikosen, Cashewkerne, Kichererbsen, Couscous und Salz untermengen. Mit 300 ml kochendem Wasser aufgießen, 2 Minuten köcheln, anschließend 20 Minuten zugedeckt quellen lassen.

Couscous lockern, in den gebackenen Kürbis füllen und bei 160 Grad 15 Minuten backen.

Tahin mit dem Saft der ausgepressten Zitrone und 1 TL Salz verrühren. Schluckweise Wasser zugeben, bis ein sämiger Dip entsteht. Ofenkürbis mit gehackter Petersilie garnieren und mit Tahin-Dip servieren.

Quelle: geändert nach "Schrot & Korn"

Wissenswertes über Kürbis

Die Zutaten zum Hokkaido-Kürbis

Botanische und sensorische Merkmale

Kürbisse gehört zur Familie der Kürbisgewächse (bot.: Cucurbita) und sind mit Gurken und Melonen verwandt. Die Früchte sind drei- bis fünffächrige Panzerbeeren. Wie typisch für Beeren, enthalten Kürbisse mehrere Samen.

Optisch sind sie durch eine große Vielfalt an Formen und Farben gekennzeichnet. Je nach Sorte reicht die Farbpalette von weiß oder hellgelb über verschiedene Orange- und Grüntöne bis hin zu grau oder sogar fast schwarz.

Sehr variabel sind auch die Kürbisformen. Neben den bekannten runden und ovalen Formen gibt es auch flaschen-, birnen- und UFO-förmige oder schlangenartig gebogene Früchte.

Größe und Gewicht weisen ebenfalls eine große Spannbreite auf – von klein wie Mandarinen bis hin zu Riesen mit mehreren hundert Kilogramm Gewicht.

Weltweit werden viele verschiedene Arten mit über 800 Sorten kultiviert. Eine praxistaugliche Einteilung der Kürbissorten kann nach Verwendungszweck erfolgen. So werden Speisekürbisse zur Verwendung in der Küche, Ölkürbisse zur Speiseölgewinnung sowie Zierkürbisse unterschieden. Letztere sind aufgrund ihres hohen Bitterstoffgehaltes nicht zum Verzehr, aber als Dekoration geeignet.

Weiterhin können Kürbisse grob in Sommer- und Winterkürbisse unterteilt werden. Sommerkürbisse reifen früher, schon im Sommer und Winterkürbisse erst im Herbst. Zudem sind Sommerkürbisse in der Regel kleiner und haben eine weichere Schale. Dazu gehören auch Zucchini. Winterkürbisse haben eine dickere Schale und sind zumeist größer und schwerer.

Giftig oder heilsam?

Kürbisse sind mit etwa 25 kcal/100g Fruchtfleisch ein sehr kalorienarmes Gemüse, da sie zu gut 90% aus Wasser bestehen. Die Kürbiskerne hingegen enthalten sehr viel hochwertiges Fett und bringen es auf ca. 500 kcal/100g.

Wie schon an der mehr oder weniger intensiven Orangefarbe des Fruchtfleisches zu erkennen, enthalten Kürbisse Carotinoide. Diese stärken das Immunsystem und schützen die Zellen in unserem Körper durch ihre antioxidative Wirkung. Dadurch können sie dazu beitragen Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen vorzubeugen. Regulierend auf den Flüssigkeitshaushalt unseres Körpers wirkt der Mineralstoff Kalium. Da das Kürbisfleisch zugleich natriumarm ist, wirkt es harntreibend. Auch für schöne Haare und Nägel, sowie ein straffes Bindegewebe ist Kürbis gut, weil er Kieselsäure enthält.

Kürbiskerne und das daraus gewonnene Kürbiskernöl enthalten besonders viel mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Zusammen mit Vitamin E senken sie das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und wirken cholesterinsenkend. Besonders erwähnenswert ist zudem die heilsame Wirkung der Phytosterine (Pflanzenhormone) in Kürbiskernen bei Harn- und Prostataleiden.

Neben diesen positiven Inhaltsstoffen, gibt es aber auch Kürbissorten (insbesondere Zierkürbisse), die reich an dem Bitterstoff Cucurbitacin sind. Dieser schmeckt nicht nur bitter, sondern ist auch giftig. Er kann zu Schleimhautreizungen, Übelkeit und Magenkrämpfen bis hin zu Durchfall und Erbrechen führen.

Hinweise für Einkauf und Lagerung

Im September und Oktober haben Kürbisse ihre Hochsaison. Wichtig ist darauf zu achten, dass die Schale unverletzt ist und der Stiel nicht fehlt. So können keine Fäulnisbakterien in den Kürbis gelangen. Reife Früchte erkennt man am holen Klang, wenn man auf die Schale klopft. Kleinere Kürbisse haben zumeist ein festeres Fruchtfleisch und schmecken aromatischer.

Kürbisse sollten zudem im regulären Handel eingekauft werden. Privat von Hobbygärtnern angebotene Sorten können durch Kreuzung mit Zierkürbisarten Bitterstoffe enthalten.

Unbeschädigte Kürbisse können luftig, trocken und kühl aber auch bei Zimmertemperatur mehrere Monate gelagert werden. Nur zu kalt darf es nicht sein, da die Früchte anfangen zu faulen, wenn sie gefroren waren. Angeschnittene Kürbisse halten sich im Kühlschrank nur wenige Tage. Wenn man sie klein schneidet und blanchiert, können sie aber eingefroren und so mehrere Monate aufbewahrt werden.

Zubereitungstipps

Kürbisse müssen nach dem Waschen in der Regel geschält werden, da die Schale zu hart ist. Es gibt aber auch einige wenige Sorten, wie den Hokkaido, deren Schale mitgegessen werden kann. Zum Schälen sollte der Kürbis zunächst halbiert und das faserige Innere mit den Samen heraus gekratzt werden. Anschließend in handlichere Stücke geschnitten, lässt er sich leichter verarbeiten.

Erweist sich ein Kürbis als allzu widerwillig, so kann man ihn im Ganzen für etwa 30-40 Minuten in den Ofen schieben. Danach dringt das Messer viel leichter durch die Schale. Allerdings ist er dann auch schon gegart. Alternativ kann man den Kürbis auch aus einiger Höhe auf die Arbeitsplatte fallen lassen. In der Regel bilden sich dann Rissen in der Schale und er lässt sich leichter zerteilen.

Ein echter „Tausendsassa“

Ob pikant oder süß, als Beilage, Hauptgang, Dessert, Chutney oder Gebäck. Für jede Verwendung gibt es den richtigen Kürbis. Man kann ihn braten, backen, dünsten und kochen, einlegen, einkochen oder auch als Rohkost genießen. Ein echter Klassiker bei uns ist Kürbissuppe in den verschiedensten Variationen. In Amerika ist Kürbiskuchen, besonders zu Halloween, sehr beliebt. Die Gourmetküche hat auch die Blüten der Kürbispflanze für sich entdeckt. Ebenfalls als Delikatesse gilt das steirische Kürbiskernöl mit seinem feinen nussigen Geschmack. Die Kürbiskerne sind aber auch im Ganzen, beispielsweise mit Öl und Gewürzen gebacken, ein köstliche Knabberei.

Quelle: Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung, Landwirtschaftskammer NRW, www.oekolandbau.de, aid Infodienst

Zutaten

für 4 Personen:

1 Hokkaido-Kürbis (sprich "ho'ckeido..")

150 g Kichererbsen, über Nacht eingeweicht

4 EL ÖL

1 Zwiebel

11/2 TL Garam Masala

1 TL Currypulver

1 TL Salz

2 Möhren

250 g Couscous

100 g Rosinen

50 g getrocknete Aprikosen

100 g Cashewkerne

Petersilie

120 g Tahin

1 Zitrone

Wasser

Der Kürbis – die größte Beere der Welt

Das Ursprungsgebiet des uns bekannten Speisekürbis liegt in Mittel- und Südamerika. Archäologische Funde weisen darauf hin, dass er dort bereits mehrere Jahrtausende vor Christus kultiviert wurde. Somit zählen Kürbisse zu den ältesten Kulturpflanzen. Es wird angenommen, dass zunächst nur die nahrhaften Samen gegessen wurden, weil das Fruchtfleisch der wilden Kürbisse sehr bitter schmeckte. Durch Auslese nicht bitterer Früchte wurde auch die Nutzung als Gemüse möglich.

Nach der Wiederentdeckung Amerikas durch Christopher Kolumbus im Jahre 1492 gelangte der Kürbis dann in die „alte Welt“. In Deutschland werden Kürbisse seit dem 16. Jh. mit Sicherheit nachgewiesen.

Der Name „Kürbis“ entwickelte sich aus dem althochdeutschen Wort „churpiz“, das vermutlich vom lateinischen „cucurbita“ abgeleitet ist. „Cucurbita“ setzt sich aus „cucumis“ (= Gurke) und „orbis“ (=Erdkreis, Welt) zusammen. Letzteres weist auf die Gestalt des Kürbis hin.

Botanisch gesehen sind Kürbisse so genannte „Panzerbeeren“ und zählen somit zu den Beerenfrüchten.